KassenSichV - das Elend schlechter Planung

Noch ist kein Ende der Problematik zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung in Sicht. Wie macht man das beim Kunden?

Es ist schon unangenehm.
Sie müssen zum 01.01.2020 der KassenSichV genügen.
Auch die AO 146a verlangt den Einsatz einer "zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung, aber auf meine Anfrage.

gemäß KassenSichV, GSMdG und §146 AO ist es notwendig eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung an eine elektronische Kasse anzubinden.
Stand heute ist eine solche auf dem Markt (nach meiner Recherche) nicht verfügbar.
EGAO §30 Abs. 3 spricht von einer Übergangsfrist bis 31. Dez 2022 „und die bauartbedingt nicht aufrüstbar sind“, wobei die Aufrüstbarkeit ja gegeben, jedoch keine Schnittstelle vorhanden ist.
Ich bitte Sie mir mitzuteilen, wie ich hier verfahren kann, bzw. welche Maßnahmen ich ergreifen kann um sicherzustellen, dass mein Kunde auch nach dem 01.01.2020 rechtskonform sein kann.
Gibt es da Übergangsfristen, seitens der Finanzbehörde, sodass die Anbindung später erfolgen kann?
Ihrer baldigen Rückmeldung entgegensehend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

kommt folgende Antwort:

für die Mitteilungspflicht gemäß § 146a Abs. 4 AO ist ein elektronisches Mitteilungsverfahren vorgesehen. Aktuell steht weder das elektronische Mitteilungsverfahren noch ein amtlich vorgeschriebener Vordruck zur Verfügung. Auch gibt es aktuell noch keine auf dem Markt erhältliche zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung zu erwerben. Zur Beantwortung Ihrer Anfrage, bedarf es noch einer bundesweiten Abstimmung. Ich gehe davon aus, dass Informationen hierzu nach Abschluss der hierfür erforderlichen Arbeiten durch das Bundesministerium der Finanzen erteilt werden. Ich bitte Sie bis dahin noch um etwas Geduld. 
Auch im Hiblick auf die drängende Zeit bis zum 01.01.2020 bedauere Ihnen derzeit keine zielführendere Auskunft erteilen zu können. 

Also egal was, bis jetzt schweben wir Alle noch unter dem Damoklesschwert der Finanzbehörde.

Unsere Umsetzung beim Kunden

Von unserem Kunden sind wir beauftragt:

  1. die Projektleitung
  2. das technische Datenkonzept
  3. das "Product Ownership"
  4. die Compliance zu den Gesetzen
  5. die Datenmigration von Jira on Premsises zu Microsoft Azure Cloud durchzuführen
    sowie
  6. die Migration von SVN nach GIT Gerrit
  7. die Einführung eines Architekturwerkzeuges (wahrscheinlich Enterprise Architekt)
  8. die Einführung von MS Azure DevOps
    • mit der Migration von Bamboo
  9. die Einführung von Selenium
  10. die Einführung von Sonarcube
    zu unterstützen und
  11. Den technischen Nachweis für die Comliance zu erbringen

Unser Datenaufsatz

Kovair hilft

Die Synchronisation mittels Kovair ist hier ein Schlüsselfaktor.

Während nur das Kassenprojekt in Kovair betrieben wird (ca 35 weitere - nicht an gesetzliche Vorgaben gebundene Projekte sind ausschließlich in Jira / MS Azure) ist in diesen Fällen das QuickSynch von entscheidender Bedeutung.

Die Langfristige Nutzung der Synchronisierung von Selenium, und Sonarcube ist mit einer reinen Omnibus Lösung ausreichend.

Der Wirtschaftsprüfer

ist zumindest sehr angetan und - Stand heute - wird die Testierung durch den Wirtschaftsprüfer erfolgreich sein. Bis jetzt hat er auf jeden Fall noch keinen Fehler gefunden.

Die Mangelhafte Planung

bzw. die sehr späte Freigabe der technischen Spezifikation ist wohl ein Hauptgrund, warum es so chatotisch läuft.

Machen wir es wie die Kölner

"Et is noch immer Jood jejange".

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